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GEO15 - Fr - Bethlemi Hut


Ski Georgia Miniexpedition 2015
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24.04.2015

Bethlemi Hut (3653m)


Wir sind bereit uns für die Besteigung des Mt. Kazbek aufzumachen. Den  Rucksack haben wir gestern gepackt, der Fahrer für den Transfer von Gudauri nach Stephansminda ist gebucht (120 Lari). Es gibt noch ein schnelles Frühstück und dann verstauen wir unsere Ausrüstung im 4WD Minibus.

Die Fahrt dauert nur zehn Minuten. Eine Polizeisperre erwartet uns am Kreuzpass, der zwischen den zwei Ortschaften liegt. Auch wenn wir uns mit dem Fahrer nicht verständigen können ist schnell klar, dass der Pass gesperrt ist. War es da nun schon? Soll der Plan vom Mt. Kazbek platzen? Wir schmieden schon erste Pläne den Pass mit den Skiern zu überqueren, beschließen aber dann doch, ins Hotel zurück zu kehren.

 

Nata, die gute Seele des Hotels und eine tolle Hilfe bei allen Problemen greift schnell zum Telefon. In 1-2h Stunden soll der Pass wieder offen sein. Erleichterung. Die Zeit bis dahin überbrücken wir mit einem zweiten Frühstück.

Dann geht es los, der Pass ist inzwischen von den schlimmsten Schneewehen und Eisflächen befreit. Die Fahrt ist abenteuerlich. In Stephansminda holen wir in einem Hotel noch eine deponierte Gaskartusche ab (danke Gehard!). Auf der Hütte gilt es sich selbst zu versorgen. Um Wasser zu gewinnen und Essen zu kochen muss Schnee geschmolzen werden. Da Gaskartuschen im Flieger nicht transportiert werden dürfen ist das ein gewisses organisatorisches Problem.

 

Unser Fahrer holt alles aus dem Bus und fährt uns noch bis zur Kirche über den Ort. Wir sind froh hier nicht zu Fuß aufsteigen zu müssen. Von hier können wir direkt mit den Skiern an den Füßen aufsteigen.

1600hm gilt es zu überwinden. Wir haben keine Träger engagiert und haben folglich Essen, Kocher und Schlafsäcke neben der Hochtourenausrüstung im Rucksack verstaut. Entsprechend schleppen wir um die 20kg schwere Rucksäcke mit uns. Wir werden eine der wenigen Gruppen sein, die dies ohne Träger unternimmt.

Es liegt durchgehend Schnee vom Tal bis zur Hütte. Die Orientierung ist bei dem schlechten Wetter nicht ganz einfach, wir folgen den Spuren unserer Vorgänger. Die Hütte sollte vorher reserviert werden. Wir haben das Glück, dass sie offen und bewartet ist, als wir oben sind. Es kann aber auch sein, dass sie zu ist und kein Personal anzutreffen ist. Dann sollte man einen Schlüssel dabei haben.

Selbst wenn die Hütte bewartet ist, so muss man sich selbst versoregen. Sprich eigenes Essen ist mitzubringen und man sollte einen Kocher dabei haben. Die Schlafräume sind unbeheizt und deutliche Minusgrade sollte der Schlafsack abkönnen. Mit meinem -6° Schlafsack plus Fliesinlay war es mir gerade warm genug.

Für Notfälle war auch Essen und Gas auf der Hütte zu kaufen. Auch Holz für das befeuern des Ofens im Essraum konnte man kaufen. Verlassen kann man sich hierauf jedoch nicht.

 

 


 

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