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Silsersee - Kajaktour


Friedrich Nietzsche verbrachte hier sieben Sommer seines Lebens, das war sicherlich eine ausgezeichnete Idee. Auch ich bin schon seit meinem ersten Besuch in das Engadin verliebt. Seine einzigarige Landschaft und Architektur gepaart mit seiner Ruhe und Einsamkeit machen es für mich zu einem oft besuchten Zufluchtsort.

Der Lej da Segl, so die Bezeichnung des Silsersee im Retoromanisch, liegt zwischen den den Ortschaften Maloja und Sils eingebettet. Durchflossen wird der See vom hier noch sehr jungen Inn, der etwas oberhalb des Sees am Lunghinsee beim Malojapass begründet wird. Bei einer gleichzeitgen Höhenlage von 1796m erwartet einen frisches und klares Bergwasser.

Trotz des Hochsommers war die Nacht und der darauf folgende Morgen recht kalt. Das Restaurant aris Murtaröl liegt in einer geschützen Bucht, die Terasse hat morgens schon Sonne und ist vom Wind geschützt. Hier wärme ich mich bei einem Kafee auf und schaue dem Treiben des Engadin Inline Marathons zu, auf der Kantonalsstraße vor dem Restaurant.

Am späten Vormittag ist es mir warm genug, um an dieser Stelle mein Boot einzusetzen. Meine Route führt mich zunächst am Nordufer in Richtung Maloja. Die Berge des Bergell grüßen hier, wenn man den Kopf etwas anhebt. Unten liegt das romantische Dorf Maloja. Dann wechsle ich an das Südufer um den See weiter in Richtung Osten zu erkunden. Es ist ruhiger hier, die Kantonalstraße am Nordufer mit seinem Reiseverkehr und den vielen Motorradfahrern ist der einzige negativ Punkt der Tour.

Bei dem Ort Isla Maloja lande ich an und deponiere das Boot am Ufer. Von weitem meine ich ein Restaurant erkannt zu haben und will mir das näher ansehen. Der Weiler begeistert mich sofort. Historische Steinhäuser, kein Autoverkehr und eine tolle Pause mit Aussicht auf den See sind der Lohn für den Entdeckergeist. Hier könnte ich ohne Probleme Stunden, Tage oder auch gleich mehrere Sommer hintereinander verbringen.

Doch die Bewölkung nimmt zu und ich muss mich ja heute noch auf die Heimreise machen. Also geht es wieder zurück auf das Wasser, in Richtung des Ostufers. Sils sehe ich mir nicht mehr genau an, ein Westwind frischt auf und gibt mir auf dem Rückweg zum Startpunkt sehr zu kämpfen.

Tourdatum: 11.09.2016


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